Impulsreferate

Freitag, 13. Juni, 12:00 Uhr

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Dr. Björn Maurer, PH Zürich
Grund- und Hauptschullehrer, Erziehungswissenschaftler und Medienpädagoge. Arbeitsschwerpunkte: audiovisueller Hochschuljournalismus, Spielfilmproduktion, Filmbildung, Sprachförderung durch Medienarbeit, interkulturelle Kommunikation, mobiles Lernen.

Zum Vortrag:
Am Beispiel des interkulturellen Projekts «Film – Sprache – Begegnung» wird aufgezeigt, wie Jugendliche aus Serbien, Kroatien und Rumänien bei der Produktion von Spielfilmen ihre Sprachfähigkeiten in der Fremdsprache Deutsch erweitern können. Ein handlungsorientiertes Sprachförderkonzept wird präsentiert, das das Potenzial der Filmbildung aufgreift, auf Kommunikation und Selbstwirksamkeit abzielt und interkulturellen Austausch fördert.

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Samstag, 14. Juni, 9:00 Uhr

   Wegener6 Kopie  Prof. Dr. Claudia Wegener, Professorin für Medienwissenschaft an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam Babelsberg. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Bielefeld wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Anschließend DFG-Projektleiterin an der Universität Bielefeld zum Thema „Medien, Aneignung und Identität“ mit anschließender Habilitation. Aktuelle Lehr- und Forschungsgebiete sind Mediensozialisation, Rezeptionsforschung, qualitative Medienforschung und Digitale Medienkultur. Claudia Wegener ist Mitglied im Kuratorium des Kinder- und Jugendfilmzentrums in Deutschland und Mitglied im Aufsichtsrat des Medienboard Berlin-Brandenburg.

Zum Vortrag:
Der Vortrag geht von der Filmrezeption Jugendlicher aus. Er fragt nach den Orten, an denen Heranwachsende heute Bewegtbild rezipieren und den Funktionen der Mediennutzung, die sie eben damit verbinden. So spielt es nicht nur eine Rolle, welche Erwartungen Jugendliche an die Inhalte stellen. Auch die lokale und zeitliche Strukturierung der Umgebung ist mit dem Anspruch an und dem Nutzen von Bewegtbild verbunden. Von veränderten Rezeptionsmodi und Nutzungsformen ausgehend soll im Weiteren aufgezeigt werden, wie sich die Angebote selbst verändern und an eben diesen Wandel anpassen. Die Entwicklung des Fernsehens zeigt hier unterschiedliche Beispiele, die mediale Erlebniskulturen unter den Bedingungen der Digitalisierung neu strukturieren und traditionelle Rezeptionsformen infrage stellen, und auch das Kino steht bei solchen Veränderungen nicht außen vor. Einzelne Phänomene machen bereits heute deutlich, welche Szenarien möglich sind und wo sich Trends abzeichnen, die den Kinobesuch in den nächsten Jahr(zehnt)en prägen könnten. Ob und in welchem Ausmaß diese Entwicklungen wünschenswert sind ist eine andere Frage, die im Weiteren zu diskutieren sein wird.