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1. Sachfilmerschließung
am Beispiel des Unterrichtsfilms
„Zur Geschichte des schwarzen Kontinents“

Am Beispiel eines klassischen Unterrichtsfilms mit dem Titel „Zur Geschichte des Schwarzen Kontinents“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sachfilme im Unterricht mit digitalen Werkzeugen erschlossen werden können.
Dazu gibt im ersten Teil des Forums der Filmproduzent Werner Wallert Einblicke in seine Arbeit für das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), beim dem 2012 der Film erschien ist. Das Thema Filmsprache im Spannungsfeld von dokumentarischen Filmen wird dabei im Mittelpunkt stehen.
Mit seiner kleinen Filmproduktionsgesellschaft produziert der erfahrene Schulgeograph im Ruhestand seit 2007 für FWU Filme für den Geographieunterricht. Nach Themen aus verschiedenen Räumen in Asien hat er mit dem Afrika-Projekt  von 2011 bis 2013 fünf Filme veröffentlicht.
Im zweiten Teil stellt Ulrich Gutenberg  vor, wie mit der methodischen Überlegungen der mediendidaktischen Konzeption der Digitalen Schulbank (Abk. Dischba)[1] der Film im Unterrichtsprozess kompetenzorientiert erschlossen werden kann.

Das Medium Film wird im Arbeitsprozess ähnlich erschlossen wie durch das Exzerpieren von Texten. So werden z.B. statt Schlüsselwörter aus dem Film Schlüsselbilder herausgelöst und nach den etwaigen Problem- bzw. Fragestellungen strukturiert. Die parallel laufenden Sprachinhalte des Filmes werden entsprechend verschriftlicht, zugeordnet und hinterfragt. Auch die Hintergrundmusik und Geräusche spielen bei der Beurteilung der Sachinformationen eine zusätzliche Bedeutung.“ (Gutenberg, 2010) [2]

Zur Festigung und Absicherung der im Film dargeboten Inhalte wird ein methodischer Weg zur reflektierten Nutzung von Wikipedia und Wikimedia vorgeschlagen, der den unter Schülerinnen und Schülern häufig angewendeten ersten Zugriff auf die Internet-Quelle Wikipedia systematisch in die Schularbeit integriert.


[1] http://www.dischba.de

[2] Gutenberg, Ulrich: Sachfilmerschließung. Sachfilme mithilfe digitaler Werkzeuge analysieren In: Computer+Unterricht (Friedrich-Verlag). Nr. 79, S.24f, 3. Quartal 2010, S.24/25

Fachbezug: Erdkunde
Leitung: Uli Gutenberg

2. Historische Filmbestände in Niedersachsen

Gefördert vom Land Niedersachsen (MWK) und nordmedia führte die Gesellschaft für Filmstudien (GFS) Hannover in den Jahren 2011/12 eine Erfassung historischer Filmbestände in über 100 kommunalen und staatlichen Institutionen durch. Die hierbei ermittelten Titel wurden auf einer Website zusammengetragen und recherchierbar gemacht: http://historische-filmbestände-in-niedersachsen.de. Weitere Schritte zur Dokumentation und Sicherung der regionalen historischen Filmbestände sind geplant.

Im Rahmen des Forums soll das Projekt vorgestellt und anschließend erörtert werden, inwieweit die bislang vorliegenden Filme für die schulische Bildungsarbeit geeignet sind bzw. unter welchen Fragestellungen sie eingesetzt werden können. Hierbei bietet sich besonders die Behandlung von Geschichtsthemen des 20. Jahrhunderts unter regionalgeschichtlichen Gesichtspunkten an. Illustriert durch Filmausschnitte sollen verschiedene Ansätze erläutert und zur Diskussion gestellt werden.

Fachbezug: Geschichte
Leitung: Dr. Dirk Alt

3. Mit Film inklusiv unterrichten

Wer einmal erlebt hat, wie sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen und unabhängig von ihrer sozialen Herkunft für Filme und für das Kino begeistern, hat eine Vorstellung davon, welche umfassenden Möglichkeiten für eine Kultur inklusiver Bildung und gemeinsamer Teilhabe in der Kunstform Film liegen. Wie kaum ein anderes Medium vermag Film nicht nur mehrere Sinne gleichzeitig anzusprechen, sondern die Zuschauenden auch emotional zu involvieren. Noch fehlt es vielerorts an adäquaten Voraussetzungen sowie Arbeitsmaterialien, die speziell für den Unterricht in inklusiven Lerngruppen aufbereitet und für unterschiedliche Lernansätze und –niveaus ausdifferenziert sind.

Mit der DVD „Film (er)leben!“ möchte VISION KINO Lehrkräfte bei ihrem Vorhaben einer lebendigen und aktivierenden Inklusionspädagogik unterstützen. Sie enthält Ausschnitte aus neun herausragenden deutschen Kinderfilmen sowie barrierefreie Unterrichtsmaterialien für inklusive Lerngruppen von der 1. bis zur 6. Klasse. Im Rahmen des Forums werden die Inhalte der DVD ausführlich vorgestellt. Einsatzmöglichkeiten können besprochen und erste Erfahrungen aus der schulischen Praxis ausgewertet werden.

Die Pestalozzi-Schule Burgwedel, mehrfache Gewinner der Hannover-Filmklappe und der Niedersachsen-Filmklappe,  berichtet über ihre Arbeit mit Film an der Schule.

Fachbezug: übergreifend
Leitung: Sabine Genz (Vision Kino), Nils Haunert (Pestalozzi-Schule Burgwedel)

4. Erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben

Eine erfolgreiche Teilnahme an einem Filmwettbewerb ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit dem Gewinn eines Filmpreises. Selbst der Besuch eines Filmfestivals ohne eigenen Film im Rennen bietet jungen Filemacher/innen viele Möglichkeiten, sich filmisch inspirieren zu lassen und weiterzuentwickeln. Vertreter/innen der bedeutendsten niedersächsischen Kurzfilmwettbewerbe wollen zusammen mit den Teilnehmer/innen der Frage nachgehen, warum es sich lohnt, dass Schüler/innen ihre Filme bei Wettbewerben einreichen und bei den Veranstaltungen anwesend sind.
Dabei stellen sie ihre Filmwettbewerbe vor und geben Empfehlungen für eine – im weitesten Sinne – erfolgreiche Teilnahme.

Fachbezug: übergreifend
Leitung: Uwe Plasger

5. Interkulturelles Lernen und internationale Kooperationen durch Filmbildung an Schule
Fachbezug: übergreifend
Leitung: Claudia Wenzel

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